Geschichtliche Entwicklung der Pfarre

Taufkirchen an der Pram wurde im Jahr 1160 in einer Urkunde des Klosters Suben erstmals erwähnt. Die Gründung der Pfarre Taufkirchen an der Pram geht jedoch auf die Christianisierung durch den Hl. Rupert im 8. Jhd. zurück. In dieser Zeit war es üblich, die Taufe in Flüssen oder Seen durchzuführen und so ist es verständlich, dass auch am Pramufer eine "Tauf-Kirche" entstand.

Der ursprüngliche Sitz der Taufkirchner Pfarrer, damals Pfaffen genannt, war im heutigen Pfaffing (jetzt Pfarre Rainbach). Von dort aus betreu-
ten sie die Mutterpfarre Taufkirchen und die Kirchensprengel Rainbach und Diersbach mit Sigharting. Infolge des großen Weltpriesterman-
gels zur Zeit der Reformation übertrug der Passauer Bischof die Seelsorge der Pfarre Taufkirchen von 1600 bis 1785 dem Kloster Suben. Die Subener Priester fanden seinerzeit den Pfarrsitz in Pfaffing als zu weit abgelegen und erwarben das "Mayergut zu Hundshof" als Pfarrhof (heute Pfarrhofbauer in Gadern).

1779 kam das Innviertel zu Österreich und 1784 wurden auf Weisung Joseph II. Rainbach und Diersbach selbständige Pfarren. Taufkirchen wurde 1785 der damals neu geschaffenen Diözese Linz eingegliedert und das Kloster Suben 1787 durch Joseph II. endgültig aufgehoben.

Statt des aus Holz erbauten Pfarrhofes in Gadern errichtete man um 1790 im Ort Taufkirchen einen neuen Pfarrhof, der erst im Jahr 1964 einem Neubau weichen musste. Der Stall wurde bereits 1950 zu einem Pfarrheim umgestaltet.

Die Filialkirche Wagholming gehörte früher zur Herrschaft Schwendt. Freiherr von Risenfels auf Schwendt ließ sie 1787 nach einem Brand wieder aufbauen.

Die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde erlebte in den letzten 50 Jahren durch viele Betriebsansiedlungen einen großen Strukturwandel. Heute hat die Gemeinde Taufkirchen ca. 3000 Einwohner.